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Auswertung der Umfrage zur Reformationsdekade/Reformationsjubiläum 2017

RSSPrint

Gefragt wurde ausschließlich nach den kirchengemeindlichen Veranstaltungen in der EKBO zum Reformationsjubiläum und zur Reformationsdekade. Die Bearbeitung des Fragebogens wurde von den ehrenamtlichen oder beruflichen Mitarbeiter*innen in den Kirchengemeinden ausgefüllt, die besonders aktiv in die Gestaltung des Reformationsjubiläums oder der Reformationsdekade eingebunden waren. Von ca. 600 Ansprechpartner*innen in den Gemeinden erhielten wir von 68 Personen eine Rückmeldung, das entspricht einem Rücklauf von 10 Prozent. Noch mehr Beteiligung wäre wünschenswert gewesen, aber mit deutlich mehr als 5 Prozent ist diese Stichprobe aus statistischer Sicht ausreichend aussagekräftig.

Im Vergleich der Gemeindegrößen und Gemeindeglieder erhielten wir die meisten Rückmeldungen aus Kirchengemeinden mit 500 bis 4000 Gemeindegliedern. Zu vermuten ist, dass der Rücklauf bei Klein- und Kleinstgemeinden schlechter war, weil dort weniger Ressourcen (Zeit, Personal)  zur Verfügung stehen, vielleicht auch – diese These wagend – auch weniger Ressourcen, um Reformationsfeierlichkeiten auf Gemeindeebene vorzubereiten?

Bemerkenswert ist die Vielfalt der Arbeitsbereiche, in denen die Ansprechpartner*innen für das Reformationsjubiläum tätig waren. Mit 26 Prozent entspricht der Pfarrdienst nur einem Viertel derer, die in den Gemeinden die Fragebögen ausgefüllt haben. Ein Drittel der engagierten Verantwortlichen für die Reformationsfeierlichkeiten in den Gemeinden waren ehrenamtlich tätig. Dies entspricht genau dem Verhältnis in der Vorbereitung der einzelnen Veranstaltungen, jede dritte Veranstaltung wurde von Ehrenamtlichen vorbereitet.

Durchschnittlich hat jede Kirchengemeinde der EKBO zehn Veranstaltungen durchgeführt, dabei mindestens fünf verschiedene Veranstaltungsformate genutzt und mindestens fünf verschiedene thematische Schwerpunkte gesetzt. Jede dieser angebotenen Veranstaltungen wurde mit (großem) Interesse angenommen. Inhaltlich wurde sich auf Gemeinde-Ebene besonders häufig mit Themen wie „Theologie/Geschichte der Reformation“ und „Lebensbilder/Biografien“ beschäftigt und weniger – anders als die öffentliche Berichterstattung zur Reformation – mit der „dunklen“ Seite der Reformation. Die überraschende Vielfalt an Veranstaltungsformaten geht deutlich über den üblichen Kanon hinaus. Keines der  im Fragebogen angebotenen Formate wurde gar nicht gewählt. Von Gottesdienst, über Public Viewing undKabarett bis hin zu Exkursionen war alles dabei: So vielfältig, kreativ und aktiv ist Gemeinde!

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Letzte Änderung am: 10.07.2018