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© EKBO

RSSPrint

Auswertungen und Ergebnisse im Zentrum Berlin.Zukunft.Kirche

Auf dem DEKT 2017 präsentierte sich die EKBO im Zentrum Berlin.Zukunft.Kirche, zwischen Fernsehturm, Marienkirche und Rotem Rathaus. Viele Ideen, Projekte und Themen wurden hier vorgestellt und diskutiert. Jede*r konnte sich einbringen und gemeinsam überlegten wir, wie unsere Kirche der Zukunft aussehen könnte. Die Ergebnisse aus den Veranstaltungen präsentieren wir Ihnen hier:

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Thesen zur Weiterarbeit

1) Beteiligung, Begegnung und Kommunikation sind nach wie vor für unsere Kirche eine wichtige Zeitansage.

2) Wir werden smarte Strukturen schaffen, die Freiräume eröffnen und damit Innovationen fördern.

3) Unsere Kirche wird mobiler, flexibler und barrierefreier werden.

4) Wir laden dazu ein: mehr zusammen zu essen. Mehr Mut zu haben, nicht alles zu beantworten oder alles zu sagen. Mehr Sichtweisen von Menschen wahrzunehmen, die keinen kirchlichen Hintergrund haben oder mit diesem vertraut sind.

 

Unsere Kirche der Zukunft ist ...

 

... frei

Die Kombination aus Essen (Begegnung) und Tun, das Engagement von vernetzten Einzelpersonen und Einfachheit in der Handhabung sind Gelingensbedingungen für erfolgreiche Projekte.

Wir können Menschen mehr zutrauen. Lücken sind gewollt und schaffen Freiräume. Menschen wissen, was sie wollen und artikulieren das auch.

Es gibt mehr als einen Weg.

Formales Verwaltungshandeln lähmt inhaltliche Bewegung.

--> Wir probieren Freiräume und verzichten auf Struktur. Wir erlauben uns und anderen zu scheitern.

--> Wir entscheiden, was wir weglassen, bevor wir neue Projekte starten.

--> Wir schaffen (auch formal) einfache Rahmenbedingungen für vielfältiges kirchliches Handeln und begleiten, unterstützen und ermöglichen dieses.

... kommunikativ

Viele sind engagiert, wenige wissen voneinander.

--> Wir wollen kommunizieren statt immer neu erfinden, auch über landeskirchliche Grenzen hinweg.

... vernetzt

Wir als Kirche sind - neben vielen anderen - eine wichtige Akteur*in und werden auch als solche wahrgenommen. Das sollten wir stärker nutzen.

--> Wir kooperieren über unseren internen kirchlichen Bezugsrahmen hinaus und vernetzen uns mit anderen gesellschaftlichen Partner*innen.

... regional aktiv

Menschen engagieren sich in ihrem Umfeld, das sich nicht zwingend an den kirchlichen oder kommunalen Grenzen orientiert.

--> Wir fördern Orte/Regionen als Gestaltungsräume und achten auf handlungs- und funktionsfähige Systeme.

... offen und einladend

Die kirchlichen Lebenswelten decken sich nicht mit den gesellschaftlichen.

Wir sollten als Kirche da Kontakt suchen, wo die Menschen leben: im Internet, in Stadt/Land, am Arbeitsplatz, in Schulen, auch in Kirchgebäuden.

--> Wir beenden Kirchturmdenken und probieren einladende und offene Begegnungsformen an den Lebensorten der Menschen.

 

 

 

... praktisch

In jeder Lebensphase wird von uns als Kirche praktische Lebenshilfe erwartet. Das kerngemeindliche Grundprogramm reicht oft nicht und schreckt viele eher ab.

--> Wir bieten passgenaue Lebenshilfe und kirchliche Gemeinschaft.

--> Wir hören mehr zu.

--> Wir texten weniger.

--> Wir wissen nicht auf alles eine Antwort.

...ökumenisch und interreligiös

In der Praxis spielt die konfessionelle Unterscheidung kaum eine Rolle.

--> Wir arbeiten in ökumenischer Offenheit und im Bewusstsein interreligiöser Vielfalt.

--> Wir haben ein klares christliches Profil und diskutieren die Dimensionen unseres kirchlichen Handelns.

... streitend

Wir handeln oft direkt auf konkrete Anforderungen und nehmen uns nicht die Zeit für inhaltliche Verständigungen.

--> Wir reflektieren zeitnah die aktuellen gesellschaftlichen Themen ethisch-theologisch.

... digital

Die digitale Welt funktioniert über Personen, nicht über Institutionen.

--> Wir gewinnen Expert*innen für die digitale Kommunikation.

... neugierig und interessiert

Wir erreichen junge Erwachsene zwischen 18 und 35 so gut wie gar nicht.

--> Wir wissen um die spirituellen Bedürfnisse der Generationen und probieren entsprechende Begegnungsformate.

... kompetent

In der innerkirchlichen Arbeit fühlen sich unsere Mitarbeiter*innen (ehrenamtlich und beruflich) nicht ausreichend wahrgenommen. Unsere "gewählte" Leitung handelt zu oft unprofessionell und lobbyistisch, geleitet von Einzelinteressen.

--> Wir wünschen uns eine qualifizierte Leitung mit regelmäßiger Reflektion und entsprechender Personalbegleitung.

--> Wir werden unsere Arbeitsvorhaben auf ihre Relevanz hinterfragen und Ressourchen prüfen.

--> Wir achten auf die Einhaltung von Verabredungen und sanktionieren Verstöße.

... laut

Wir können nicht (mehr) voraussetzen, dass die Menschen, denen wir im Alltag begegnen, einen kirchlichen Hintergrund haben oder mit diesem vertraut sind. Wir - als Kirche - sollten uns als gesellschaftliche Minderheit akzeptieren.

--> Wir verantworten öffentlich unseren evangelischen Glauben.

--> Wir befähigen uns und andere zu einer reflektierten Haltung und Positionierung in der Gesellschaft.

Letzte Änderung am: 26.10.2017