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RSSPrint

Ist das noch Kirche oder kann das weg? Du bestimmst, was bleibt und baust Kirche selbst.

Allgemein zur Veranstaltung:

Die kirchliche Landschaft in Deutschland ändert sich stetig und steht gegenwärtig vor den Herausforderungen von Globalisierung und Pluralisierung. Zwischen kirchlichem Relevanzverlust und religiöser Sprachlosigkeit einerseits und wachsendem Bedarf an religiöser Orientierung sowie steigender gesellschaftlicher Verantwortung der Religionsgemeinschaften andererseits versucht die Evangelische Kirche neue Wege zu gehen. Sie folgt dabei alten Pfaden und betritt gleichzeitig Neuland. In dieser Veranstaltung wurden die Teilnehmer*innen animiert, ihre eigenen Vorstellungen der Kirche der Zukunft zu entwickeln und zu formulieren. Jede*r im Publikum konnte einen Stein beschreiben mit dem, was von Kirche mit in die Zukunft genommen werden soll und einen Stein mit dem, was wir in der Kirche zukünftig bleiben lassen sollten. Aus den „Zukunftssteinen“ wurde direkt in der Veranstaltung eine Zukunftskirche gebaut, die „Loslassen-Steine“ wurden dort gleich dem Müllcontainer überantwortet. Dabei sollte insbesondere bewusst gemacht werden, dass der Weg in die Zukunft Loslassen, Bewahren und Neuentwicklung mit sich bringen wird.

Nach einem aktivierenden (Streit-)Gespräch durch die sehr unterschiedlichen Perspektiven Podiumsrunde wurden alle Menschen vor Ort gebeten, ihre zwei Steine zu gestalten und dann selbst zu entsorgen und zu verbauen. Die Wunschliste der Zukunftskirche wurde sofort ausgewertet und in der direkt folgenden Veranstaltung „Baustelle sucht Baumeister*innen“ auf der Grundlage der zuvor identifizierten Handlungsfelder wurden erste Vorschläge für konkrete Schritte in die Zukunft entwickelt.

Ergebnis:

Zusammenfassend können wir sagen:

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Unsere Kirche der Zukunft ist lebendig nach innen und attraktiv nach außen! Sie besticht durch Vielfalt und ist darin plural und spannungsreich.

Unsere Kirche der Zukunft ist vor allem geprägt von einer Haltung, die sich mit Mut, Offenheit, Lebendigkeit und Überzeugungskraft und nicht mit Erstarrung und Traditionalismus in Verbindung bringen lässt. Diese Zukunft ist heute noch nicht ganz konkret beschreibbar, aber sie wird erkennbar sein an liturgischer Offenheit, an einem christlichen, nicht an einem konfessionellen Profil, insbesondere beim Abendmahl.

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Die wesentlichen Konfliktlinien verlaufen zwischen den Chiffren von „Alt“ und „Neu“, ohne dass diese immer konkret oder gar in gleichem Sinne gefüllt sein müssten. Mehrheitlich verbindet sich mit ihnen eine Ablehnung des institutionellen, hierarchischen und vor allem bürokratischen Handelns der Kirche. Stattdessen werden Partizipation, Teilhabe und Gemeinschaft betont. Diese zeigt sich wesentlich als Bewegung vor Ort mit dem Fokus der Gemeindebildung (wobei nicht zwingend die Parochie gemeint sein muss).

Schwerpunkte kirchlicher Arbeit werden sein: Gottesdienst und Verkündigung, Musik und Jugendarbeit.

 

 

 

Letzte Änderung am: 19.10.2017